Tiergestützte Therapie

Zertifikat Tiere kommen dem kindlichen Spielbedürfnis auf besondere Weise entgegen. Verschiedene therapeutische Zielsetzungen lassen sich in einen spielerischen Umgang mit einem dafür geeigneten Tier einbauen.

In unserer Bildergalerie zu dieser Therapieform bekommen Sie einen ersten Einblick in die Interaktion zwischen Mensch und Tier. Weitere Vorteile und Möglichkeiten der Ausgestaltung der tiergestützen Therapie sind:

  • Der Kontakt mit dem Tier fördert das Selbstwertgefühl des Kindes, da beispielsweise ein Hund den Menschen so annimmt, wie er ist; er wertet und bewertet nicht sein Gegenüber.
  • Kinder mit starken Berührungsängsten können schrittweise an das Tier herangeführt werden, das direkt auf die für es angenehme Berührung (z.B. streicheln) reagiert. Das Kind fühlt sich angenommen. Dadurch kann unmittelbar Vertrauen zum Tier entstehen und das eigene Selbstwertgefühl wachsen.
  • Der Aufbau des Vertrauens zum Tier und zu sich selbst fördert demzufolge auch die Bereitschaft zur Kontaktaufnahmen mit anderen Menschen. Berührungsängste werden abgebaut und direkte Kontakte leichter möglich.
  • Körperbeherrschung kann beispielsweise im Ballspiel mit dem Hund geübt werden. Räumliche Wahrnehmung, Abschätzen von Entfernung und Geschwindigkeit, Einfühlungsvermögen gegenüber dem Tier und den eigenen Kräften sowie den eigenen Koordinationsfähigkeiten sind im Spiel gefordert.
  • Die Therapeutin führt das Kind an typische Verhaltensweisen des Tieres heran und erläutert verschiedene Kommandos. Hierdurch werden die kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit, Gedächtnis, Konzentration und Sprache) des Kindes gefördert und trainiert.
  • In diesem Therapiekonzept ist das Tier Partner. Dadurch kann soziales Verhalten - das Einhalten bestimmter Umgangsregeln – spielerisch geübt werden, beispielsweise das Ruhebedürfnis des Hundes beachten und Geduld gegenüber einem anderen Individuum lernen.
  • Nach einer Vorbereitungsphase können mit unseren als Therapiebegleiter geschulten Hunden verschiedene bewegungsbetonte Aufgabenfolgen durchlaufen werden. Solche Parcours fordern vom Kind Wahrnehmungs- und Einfühlungsvermögen, Konzentration, Geduld und Merkfähigkeit, Reaktionsvermögen und Körperbeherrschung. Zusätzlich können dreidimensionales Denken, motorische Fähigkeiten, Selbstwertgefühl und Interesse für die Umwelt gefördert werden.